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Selbstorganisiertes Lernen

Am Beispiel der Berufsbildenden Schulen Soltau (Deutschland)

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Berufsbildenden Schulen Soltau (BBS)

Die Berufsbildenden Schulen Soltau sind ein regionales Kompetenzzentrum in Niedersachsen. An den Schulen werden ca. 2.000 Schülerinnen und Schüler in über 25 Berufsbildern ausgebildet. Das Spektrum reicht dabei von Handwerk und Technik über Gesundheit und Pflege bis hin zu IT und Hotellerie/Gastronomie. Die Lernenden können an den BBS alle regulären Schulabschlüsse erwerben, einschliesslich des Abiturs. Die Berufsbildenden Schulen Soltau arbeiten zum Teil in offenen Lernformen und legen Wert auf Beziehungsarbeit, schülerische Selbstverantwortung und die Reflexion von gesellschaftlichem und beruflichem Wandel.

Wo wird Brian eingesetzt?

An der Berufsfachschule dual Wirtschaft (Teil der BBS Soltau) werden Schülerinnen und Schüler, aufbauend auf einem Haupt- oder Realschulabschluss, flexibel und praxisnah auf die Berufswelt vorbereitet. Dabei sind regelmässige, selbstorganisierte Lernphasen (SOL), die die Eigenverantwortung und Selbstständigkeit der Lernenden fördern, fest integriert. Brian dient hier als Bindeglied zwischen Lernenden und Lehrkräften; es ermöglicht die Selbstkontrolle des Kompetenzerwerbs und dient als Grundlage für begleitende Feedbackgespräche.

„Wir suchten ein Tool, das eine Selbstkontrolle des Kompetenzerwerbs ermöglicht und Feedbackgespräche gezielt vorbereitet.“

Welche Herausforderung galt es zu lösen?

Die BBS Soltau suchten aktiv nach einer unterstützenden Software-Lösung für die selbstorganisierten Komponenten der Ausbildung. Diese musste verschiedene Anforderungen erfüllen:

Effektive Selbstkontrolle

Lernende können beim selbstorganisierten Lernen oft schwer einschätzen, ob und wie differenziert sie neue Konzepte verstanden haben. Sie brauchen Möglichkeiten, Zusammenhänge eigenständig zu hinterfragen, ihre Anwendung zu üben und ihre Kompetenz zu vertiefen. Da SuS grosse Teile des projektorientierten Unterrichts eigenverantwortlich planen und durchführen, brauchen sie kontinuierliches Feedback. Lehrpersonen können Feedback dieser Art nur mit grosser Verzögerung und hohem Arbeitsaufwand geben.

„In den SOL-Phasen der BFS dual Wirtschaft arbeiten Schüler individuell an Projekten. Sie konnten ihren Lernstand kaum einschätzen, Lehrkräfte konnten nur verzögert Rückmeldung geben.“

Adaptive Kompetenzerweiterung

Gerade bei der Kompetenzerweiterung ist es darüber hinaus enorm wichtig, dass Hilfsmittel adaptiv auf die einzelnen Lernenden reagieren, da sie ganz verschiedene Ausgangspunkte haben und ganz verschiedene Unterstützung bzw. Herausforderungen brauchen, um motiviert zu bleiben. Nur so kann die Nachhaltigkeit des Kompetenzerwerbs gesichert werden.

Integration in die Lernstruktur

Das gesuchte Tool sollte nicht als «Zusatztool» parallel zum Lehrbetrieb existieren, sondern flexibel genug sein, um sich in die pädagogisch durchdachte Lernstruktur organisch zu integrieren. Wichtig war ebenfalls, dass das Tool genau die Inhalte der Ausbildung reflektierte, statt Fremdinhalte mit abweichenden Terminologien und Ansätzen wiederzugeben. Nur so kann die Kohärenz der Lehre gewährleistet werden.

Kompetenzerwerbsführung und -auswertung bleibt unter Kontrolle der Lehrperson

Die angestrebte Softwarelösung sollte den Handlungsspielraum der Lehrpersonen nicht einschränken: Bei aller Selbstverantwortlichkeit der Lernenden soll die Lehrperson zentraler Punkt des Lernprozesses bleiben. Dazu gehört die Auswahl und Kontrolle der Inhalte, die pädagogische Gestaltung des Übungsangebots und der Lernpfade, und der Erhalt unmittelbarer Rückmeldung über den Fortschritt der Lernenden. Dies ermöglicht Lehrpersonen in Feedbackgesprächen genau am richtigen Punkt anzusetzen und gezielte Unterstützung anzubieten.

Datenschutzkonformität sicherstellen

Das Tool musste DSGVO-konform sein und von Grund auf mit Blick auf Datenschutz entwickelt worden sein. Die Nutzung von KI innerhalb des Tools sollte transparent und kontrollierbar sein und idealerweise die Lernenden dazu auffordern, sich kritisch-reflektierend mit KI auseinanderzusetzen.

Heterogene Lerngruppen ansprechen

Wie viele Bildungsinstitutionen haben die Berufsbildenden Schulen Soltau sehr heterogene Lerngruppen. Diese Heterogenität existiert auf vielen Achsen. Die gesuchte Software-Lösung sollte nicht nur auf Heterogenität in der Leistungsstärke adaptiv reagieren, sondern auch auf individuelle Lernbenachteiligungen oder Defizite, wie z.B. Schwächen in den Deutschkenntnissen der SuS, eingehen.

Zeit sparen, damit diese in Beziehungsarbeit investiert werden kann

Das gesuchte Tool sollte so einfach zu handhaben sein und sowohl den Zeitaufwand bei der Erstellung von Übungsmaterialien als auch den Korrekturaufwand so effektiv verringern, dass es Lehrpersonen eine effektive Verschiebung des Lehrfokus erlaubt und sie mehr Zeit für individuelle Gespräche und Beziehungsarbeit mit den SuS haben.

Wie löst Brian diese Herausforderungen?

Brian erwies sich als Softwarelösung, die allen oben genannten Ansprüchen gerecht wird. Hier die Einschätzung von Brians Effektivität in den Worten von Thomas Brost, ständiger Vertreter der Schulleitung der BBS Soltau:

Effektive Selbstkontrolle

Brian gibt Schülern in den SOL-Phasen sofortiges Feedback zu ihrem Lernstand. Es zeigt individuelle Kompetenzlücken auf. Lehrkräfte nutzen Rückmeldedaten des Systems in den systematischen Feedback-Gesprächen, um das Vorgehen bei der Projektlösung zu reflektieren und bei Bedarf gezielte Unterstützung anzubieten.

Adaptive Kompetenzerweiterung

Die SuS erhalten keine vorgefertigte Standardlösung, sondern werden adaptiv und problembezogen geführt. [...] Mit Brian gelingt es, die SOL-Phasen individuell zu gestalten. Das Tool bietet die Chance auf First-Level-Feedback im Lernprozess.

Integration in die Lernstruktur

In den SOL-Phasen bearbeiten Lernende Projektaufträge mit Handlungsergebnis. Fachliche Grundlagen werden durch Gelingensnachweise überprüft. Zur Vorbereitung nutzen sie Übungsaufgaben, die zunehmend von Brian zur Verfügung gestellt werden. Brian ist damit fest in den Lernprozess integriert und unterstützt individuelles, selbstgesteuertes Lernen.

Kompetenzerwerbsführung und -auswertung bleibt unter Kontrolle der Lehrperson

Die Art der Unterstützung zur Problemlösung und die Kompetenzerwerbsführung obliegen der Lehrkraft. […] Die Inhalte in Brian wurden individuell auf unsere Projektbausteine zugeschnitten.

Datenschutzkonformität sicherstellen

Die Nutzung von Brian erfolgt ausschliesslich mit schulischen Accounts ohne private Daten. Es werden nur notwendige Lernfortschrittsdaten gespeichert. Alle Inhalte stammen von Lehrkräften, KI-generierte Fragen werden vorab geprüft. Schüler werden über Datenverarbeitung und KI-Funktionsweise informiert und zur kritischen Reflexion angeleitet. Brian selbst ist DSGVO konform entwickelt worden.

Heterogene Lerngruppen ansprechen

Brian ermöglicht individuelles Lernen im eigenen Tempo, was besonders leistungsheterogene Gruppen unterstützt. Die Nutzung auf iPads mit Vorlese- und Übersetzungsfunktionen erleichtert den Zugang für sprachlich oder motorisch benachteiligte Schüler bzw. Schüler mit Migrationshintergrund.

Zeit sparen, damit diese in Beziehungsarbeit investiert werden kann

Brian übernimmt zeitintensive Routineaufgaben wie die Erstellung und Korrektur von Übungsaufgaben. Lehrkräfte gewinnen dadurch wertvolle Zeit für Beziehungsarbeit und können in den Tutorengesprächen mit detaillierten Lernstandsdaten gezielt auf individuelle Bedürfnisse eingehen. So verlagert sich der Fokus weg von Verwaltung hin zu echter Lernbegleitung.

Das Resultat

Nur einen Monat nach der Einführung der Software an den BBS Soltau im August 2025, lernten bereits 41 Lernende mehr als 228 Stunden selbstgesteuert auf Brian und erhielten dort individualisierte Unterstützung.

Thomas Brist, Ständiger Vertreter der Schulleitung

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